Braucht die Bayerische Staatsregierung Hilfe bei der Erledigung von Hausaufgaben?“, fragt MdL Schneider - zwar hatten CSU und FDP im Koalitionsvertrag festgehalten, dass man bis Ende 2012 die Betreuung für Kinder unter drei Jahren erheblich verbessern wolle und sogar die Einführung eines kostenfreien letzten Kindergartenjahres aufgeführt. Dies jedoch nur – schön unpräzise formuliert - „mittelfristig“.
Abgeordneter Harald Schneider mahnt zusammen mit der Verwaltungsgemeinschaft Partenstein dieses kostenfreie Kindergartenjahr dringend an.
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Der Bund ist hier schon in Vorleistung getreten: Durch die Verabschiedung des Gesetzes zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (KiFöG) aus dem Jahre 2008 haben Eltern bundesweit ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Auf diese Art und Weise soll es Eltern ermöglicht werden, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Vor allem alleinerziehenden Eltern wird dadurch unter die Arme gegriffen.
Unterstützt werden Länder und Kommunen hierbei vom Bund, welcher 4 Mrd. Euro für die notwendigen Investitionen beisteuert (Bayern wird davon ca. 340 Mio. € erhalten).
Der Freistaat Bayern war in puncto Investitions- und Betriebskosten bisher jedoch keine große Hilfe für die Kommunen, die die Kosten bisher quasi alleine schultern mussten. Eine Besserung der Lage trat erst im September 2009 ein, da die Kommunen ab diesem Zeitpunkt finanzielle Förderungen vom Bund erhielten. Die Staatsregierung selber hatte sich diesbezüglich bis dato fein zurückgehalten.
Der Ausbau der Kinderbetreuung ist dringend notwendig“, so Schneider.
Eine Umfrage der SPD-Fraktion hat ergeben, dass sich mehr als 95% der Eltern eine kostenfreie Kinderbetreuung wünschen, so wie dies in Rheinland-Pfalz bereits der Fall ist!
Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag hat dazu einen konkreten Drei-Stufen-Plan vorgelegt, beginnend mit der Einführung des kostenfreien letzten Kindergartenjahres.
Doch die Staatsregierung hinkt hinter her. In Bayern gibt es viel zu wenig Betreuungsplätze: Derzeit werden lediglich ca. 10, 8% der Kinder unter drei Jahren in Kinderkrippen betreut. Dies entspricht in keinster Weise der bis 2013 verabredeten Betreuungsquote von 35%.
Ebenso sollen laut CSU/FDP - Koalitionsvereinbarung mehr ErzieherInnen eingestellt und deren Ausbildung verbessert werden.
Um die Betreuungsqualität zu sichern, müsste der Freistaat die nächsten fünf Jahre
jeweils ca. 3400 Erzieher pro Jahr einstellen. Dazu kommt, dass sowohl Bezahlung als auch die Ausbildung von ErzieherInnen wesentlich verbessert werden müssen