Obwohl zunächst nur erster Ersatzmann der SPD bei der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten, kam MdL Harald Schneider beim dritten und letzten Wahlgang zum Einsatz und konnte mitwählen. Nach einem achtstündigen Sitzungsmarathon im Reichstag musste der Vizepräsident des Bayerischen Landtages, Franz Maget, sein Mandat zurückgeben, um mit Wirtschaftsminister Zeil nach Moskau zu fliegen. Der Karlstadter Abgeordnete freute sich über die Gelegenheit bei dem „Wahlkrimi“ aktiv mitwirken zu können. Die Anspannung der Wahlmänner und –frauen war buchstäblich zu spüren. Insbesondere im Unionslager lagen nach dem zweiten Wahlgang die Nerven blank, während sich Joachim Gauck in den Fraktionssitzungen von SPD und Grüne zwischen den Wahlgängen sehr entspannt präsentierte.
Wahlen
Enttäuschung gab es nicht nur bei dem Kandidaten Gauck sondern im gesamten Lager von rot-grün über die geschlossene Stimmenthaltung der „Linken“ im letzten Wahlgang, die damit den Weg frei machten für die Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten.
Obwohl gerade der Bürgerrechtler Gauck die ganz große Sympathie der Bürgerinnen und Bürger hatte, hofft Schneider, dass Christian Wulff das Amt in großer Überparteilichkeit ausübt und es im gelingt wieder Stabilität und Zuversicht zu verbreiten. Für Schneider war es bereits die dritte Bundesversammlung, an der er, früher als Gast zusammen mit seiner Ehefrau Heidi Wright teilnahm
