MdL Harald Schneider: Wegfall des Zivildienstes droht Strukturen der sozialen Arbeit zu zerschlagen
Der Karlstadter Abgeordnete Harald Schneider spricht sich für die Beibehaltung des Wehr- und Zivildienstes in Deutschland aus. Die Bundesregierung habe kein Konzept, wie die Folgen eines Wegfalls des Zivildienstes ausgeglichen werden könnten, stelle kein Geld zur Verfügung und habe nicht die soziale Balance in Deutschland im Blick, Harald Schneider: „Der Zivildienst in der bisherigen Form ist als ergänzende Unterstützung der Fachkräfte unabdingbar geworden. Der Wegfall wird zu erheblichen Einbußen in der sozialen Betreuung von alten, behinderten und kranken Menschen führen".
Für den Ersatz der Zivildienstleistenden durch die Ausweitung eines freiwilligen Sozialdienstes mit Engagement im Sozialwesen müssten nicht nur entsprechende Finanzmittel für die Träger zur Verfügung gestellt werden, sondern auch Anreize für junge Menschen, zum Beispiel höhere finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung, geschaffen werden, fordert Harald Schneider. Dies sei aber nicht zu erkennen. Bei seinen Besuchen wie zuletzt im Seniorenheim der Otto- und Anna-Heroldstiftung oder bei der Christopherus-Gesellschaft in Würzburg wurde von den Einrichtungen klar artikuliert, dass bereits bei einem Zivildienst von nur noch sechs Monaten es kaum noch Sinn macht Zivildienstleistende einzusetzen. Nach Abzug der Anlernphase ist der Zeitraum für den Einsatz viel zu kurz.
Der Abgeordnete weist auch auf die Gerechtigkeitslücke bei Wehr- und Zivildienst hin. Aus der Sicht der jungen Menschen sei es nicht nachvollziehbar, dass nur noch wenige Wehr- oder Zivildienst leisten.
Soziales & Familie
Für den Ersatz der Zivildienstleistenden durch die Ausweitung eines freiwilligen Sozialdienstes mit Engagement im Sozialwesen müssten nicht nur entsprechende Finanzmittel für die Träger zur Verfügung gestellt werden, sondern auch Anreize für junge Menschen, zum Beispiel höhere finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung, geschaffen werden, fordert Harald Schneider. Dies sei aber nicht zu erkennen. Bei seinen Besuchen wie zuletzt im Seniorenheim der Otto- und Anna-Heroldstiftung oder bei der Christopherus-Gesellschaft in Würzburg wurde von den Einrichtungen klar artikuliert, dass bereits bei einem Zivildienst von nur noch sechs Monaten es kaum noch Sinn macht Zivildienstleistende einzusetzen. Nach Abzug der Anlernphase ist der Zeitraum für den Einsatz viel zu kurz.
Der Abgeordnete weist auch auf die Gerechtigkeitslücke bei Wehr- und Zivildienst hin. Aus der Sicht der jungen Menschen sei es nicht nachvollziehbar, dass nur noch wenige Wehr- oder Zivildienst leisten.
